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Antisemitismus lesen lernen

Eine Handreichung zur deutschsprachigen Literatur vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart – für Unterricht, Studium und Kulturinstitutionen

Auf literarische Texte lassen sich nicht dieselben Kategorien der Kritik und Analyse anwenden wie auf politische oder journalistische Texte. Literatur erzählt mehr, als ihre Autorinnen und Autoren bzw. ihre Entstehungskontexte wissen. Sie erlaubt Blicke auf Subtiles und Leises, auf Ungesagtes und Verstecktes. Mit dem Status der Kunst geht auch die Verpflichtung und Chance einher, sie mit den ihr eigenen Mitteln zu verstehen und zu kontextualisieren. So kann es gelingen, Antisemitismus als Teil von künstlerischen Erzeugnissen freizulegen und damit auch seine gesellschaftlichen Erscheinungsformen und Funktionsweisen besser zu verstehen.

Christoph Huber ist stellvertretender Leiter der Geschäftsstelle des Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung und als Referent zuständig für die Bereiche Bildung und Kultur. Er studierte die Fächer Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien in Regensburg und Clermont-Ferrand und war anschließend an unterschiedlichen Stellen im Schul- und Ministerialdienst tätig, unter anderem in der politischen Bildung und in der Lehrkräfteausbildung für das Fach Deutsch.

Rahel Stennes ist Literaturwissenschaftlerin und arbeitet im Gremienbüro an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Sie hat Deutsche Philologie, Jüdische Geschichte und Antisemitismusforschung an der Freien Universität Berlin und an der Technischen Universität Berlin studiert. 2025 wurde sie an der Universität Basel mit einer Arbeit zum deutschen Nationalismus und Antisemitismus im 19. Jahrhundert promoviert.

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Buchcover mit dem Titel 'Antisemitismus lesen lernen' und Untertitel 'Eine Handreichung zur deutschsprachigen Literatur vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart – für Unterricht, Studium und Kulturinstitutionen' vor einem abstrakten, geometrischen Hintergrund.