Gerücht und Gewalt
Grundlagen einer Kulturgeschichte des Antisemitismus
Die Künste sind einflussreiche Wissensspeicher für antisemitische Narrative und Bilder, die darin über lange Zeiträume hinweg erhalten werden und damit verfügbar bleiben. So sind antisemitische Motive und Erzählungen in vielen und ganz unterschiedlichen sprachlichen und visuellen Medien gespeichert. Sie werden dort konserviert, aber auch transformiert, indem sie den jeweiligen zeitgenössischen Bedarfen und Gegebenheiten angepasst werden. Gleichzeitig wird Antisemitismus in künstlerischen Kontexten und Kulturinstitutionen häufig übersehen. Die Publikation »Gerücht und Gewalt«, benannt nach der gleichnamigen Workshop-Reihe des Instituts für Neue Soziale Plastik, führt in Geschichte und Gegenwart von Antisemitismus in den Künsten ein. Der erste Band der Texte zu Antisemitismuskritik und Kultur des Instituts für Neue Soziale Plastik wendet sich an Mitarbeiter:innen von Kulturinstitutionen sowie Künstler:innen, die Antisemitismuskritik in ihre Arbeit einbeziehen möchten.
Stella Leder (Hg.) Eva Marburg Dr. Tom Uhlig
